Richtig laden an den Kleinmachnower Ladesäulen

Stand: 12.11.2019

Seit dem 30.10.2019 sind die sieben neuen Ladesäulen (jeweils 2*22 kW, AC) offiziell in Betrieb und schon erreichen uns die ersten Anfragen, zu welchen Preisen dort geladen werden kann. Eine Preisauszeichnung findet sich – wie bei den meisten Ladesäulen – leider nicht an den Säulen, man sollte also vorab die Preise prüfen, um ggf. hohe Ladekosten zu vermeiden.

Allgemein:
Technischer Betreiber der Ladesäulen ist die EMB, deren Ladesäulen sind in den Verbund Ladenetz integriert. Im Verbund Ladenetz haben sich u.a. viele Stadtwerke zusammengeschlossen, bauen und betreiben Ladeinfrastuktur für Elektrofahrzeuge.

Mobilitätsanbieter und Tarifmodelle:
Um die Ladesäulen nutzen zu können, können Sie aus verschiedenen Mobilitätsdienstleistern (=MSP; engl. Mobility Service Provider) auswählen, vergleichbar mit verschiedenen Anbietern von Fernsehprogrammen. Jeder MSP bietet einen (oder mehrere) individuelle(n) Ladetarif(e) an und von ihm erhalten Sie die Abrechnung Ihrer Ladevorgänge.

Der jeweilige Ladetarif kann sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen, z.B.:

  • Abrechnung nach geladener „Strommenge“ (Kilowattstunden)
  • Abrechnung nach Zeit
  • Berechnung einer Startgebühr
  • Berechnung einer Strafgebühr, wenn ein Fahrzeug nach Beendigung des Ladevorgangs nicht von der Ladesäule entfernt wird

Möglich ist auch eine pauschale Abrechnung pro Ladevorgang („SessionFee“).

Vergleichen Sie daher unbedingt die Tarife und wählen Sie den oder die Anbieter aus, dessen/deren Tarif(e) Ihrem Ladeverhalten und Ihrem Fahrzeug am besten entsprechen.

Beispiele:

  • Sie fahren ein Elektrofahrzeug, das eher langsam lädt (3,7 oder 7,2 kW Ladeleistung an Wechselstrom; AC). Da die Ladung hier länger dauert, sollten Sie Pauschaltarife nutzen („SessionFee“), wenn Sie größere Mengen Strom laden wollen oder einen Tarif mit günstigem kWh-Tarif, wenn Sie nur kurz laden wollen.
  • Laden Sie eher öfter und kurz, z.B. während eines Einkaufs, sollten Sie einen Tarif mit einer Abrechnung basierend auf der tatsächlich geladenen „Strommenge“ nutzen, da eine SessionFee (Pauschalzahlung pro Ladevorgang) nicht wirtschaftlich wäre und zu hohen Betriebskosten führt.
  • Sie möchten Ihr Elektrofahrzeug über Nacht an einer Ladestation aufladen? Dann achten Sie darauf, dass Ihr Tarif keine Strafkomponente enthält, die fällig wird, wenn das Fahrzeug an der Ladestation verbleibt, wenn die Ladung bereits beendet ist. Achten Sie aber darauf, dass an den Ladestationen in Kleinmachnow Ihr Fahrzeug ausschließlich während des Ladevorgangs stehen darf und nach Beendigung der Ladung entfernt werden muss.

 

Laden mit NFC-fähiger Girocard (ehemals EC-Karte):
Vergleichbar mit dem herkömmlichen Tanken und Bezahlen an einer Tankstelle ist das Bezahlen mit Ihrer NFC-fähigen Girocard. Halten Sie diese an das Kartelesesymbol und warten Sie einen Augenblick, anschließend wird Ihnen der Ladetarif angezeigt. Mit einem weiteren Anhalten der Karte bestätigen Sie den Tarif und Sie können mit der Ladung beginnen.

Der Tarif an den Ladesäulen der EMB in Kleinmachnow beträgt aktuell rund 43 Cent pro kWh.

Für eine Strecke von 100 km mit einem durchschnittlichen Elektrofahrzeug (Verbrauch im Jahresdurchschnitt 17 kWh) bezahlen Sie in diesem Tarif etwa 7,-. Es ist keine weitere Anmeldung o.Ä. nötig.

Wichtig: Mit Stand 12.11.2019 ist die Funktion zum Bezahlen mit Girocard (Giro-e) weiterhin nicht immer stabil nutzbar, bitte versuchen Sie es ggf. mehrfach. An der Behebung des Problems wird gearbeitet. Nutzen Sie solange die weiteren Bezahlmöglichkeiten (siehe unten).

 

Adhoc-Laden:
Scannen Sie den QR-Code am Ladeanschluss mit ihrem Smartphone und Sie gelangen auf eine mobile Webseite, um den Bezahlvorgang durchzuführen. Eine vorherige Anmeldung bei einem MSP ist nicht nötig.

Der Bezahlvorgang läuft wie folgt:

Wählen Sie zunächst den Ladeanschluss, die Nummer finden Sie an der Ladestation.

LadePay 1

 

Bestätigen Sie anschließend den ABG und die Datenschutzerklärung

LadePay 2

Im Weitern wählen Sie den Zahlungsdienstleister (aktuell steht PayPal zur Verfügung) und folgen den Anweisungen.

Die Kosten für das Adhoc-Laden betragen aktuell (Stand 12.11.2019) 7,- pauschal pro Ladevorgang. Ab einer Lademenge von 25 kWh bezahlen Sie damit in etwa den gleichen Preis wie beim Laden mit Haushaltsstrom (ca. 28 Cent pro kWh).

 

Laden und bezahlen mit RFID-Karte/App:
Zahlreiche Anbieter ermöglichen Ihnen die Nutzung der Ladesäulen in Kleinmachnow über RFID-Karte und/oder App, somit besteht die Möglichkeit günstigere Tarife als oben erwähnt zu nutzen. Hierzu zählen u.a.:

  • Vattenfall/InCharge: 30 Cent pro kWh ohne Grundgebühr
  • EnBW: 39 Cent pro kWh ohne Grundgebühr; 29 Cent pro kWh im Viellader-Tarif (zzgl. Grundgebühr)
  • MaingauEnergie: 35 Cent pro kWh (die Ladekarte „EinfachStromLaden“ der MaingauEnergie funktioniert aktuell noch nicht an den Ladesäulen in Kleinmachnow) ohne Grundgebühr
  • naturstrom AG: €5,90 pro Ladevorgang (für Kunden der naturstrom AG) ohne Grundgebührt
  • EMB Ladekarte: Flattarif (für alle, die bereits über eine Ladekarte der EMB verfügen, wird aktuell nicht neu ausgegeben; ggf. neu im Laufe des kommenden Jahres)

Eine Übersicht (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) aller Ladenetz-Roaming-Partner finden Sie hier.

Vorsicht Falle!
Achten Sie auch darauf, ob Ihr MSP das Laden an Ladesäulen im Verbund Ladenetz überhaupt inkludiert und/oder Sondertarife berechnet. Aktuell zählt leider der Verbund Ladenetz zu den sonstigen Partnern der ansonsten bliebten Ladekarte der Telekom (Get Charge), damit werden 89 Cent pro Kilowattstunde fällig. Sie sollten diesen Tarif also in Kleinmachnow solange meiden, bis die Telekom hier eine Änderung vorgenommen hat.

 

Sie haben Fragen oder benötigen eine Beratung? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Wir wünschen Ihnen immer eine volle Batterie und Freunde am Elektrofahrzeug.

 

 

 

 

Ladesäulen stehen bereit

Der Aufbau der sieben neuen Ladesäulen in Kleinmachnow ist so gut wie abgeschlossen, aktuell fehlen nur doch die Bodenmarkierungen. Natürlich kann an den Stationen bereits 100% Ökostrom aus Wasserkraft geladen werden; wir konnte auch schon beobachten, dass erste Nutzer*innen davon Gebrauch gemacht haben.

An den Ladestationen, die dem Verbund Ladenetz angehören und von der EMB betrieben werden, kann mit verschiedenen Ladekarten/Apps geladen werden, sofern diese dem Ladenetz angeschlossen sind. Aktuell (Stand 30.10.2019) wird an der finalen Integration der Ladesäulen in das System gearbeitet, so dass es mit der einen oder anderen Ladekarte/App eventl. noch nicht funktioniert. Erfolgreich gestestet wurden die Karten von Vattenfall/InCharge, Telekom (Achtung: teuer, da kein bevorzugter Partner) und EnBW. Wer bereits über die EMB-Ladekarte verfügt, kann auch diese nutzen. Aktuell bietet die EMB diese Ladekarten nicht mehr an, dies soll aber im Laufe des Jahres 2020 wieder erfolgen.

Zudem kann, dies ist von der Ladesäulenverordnung so vorgeschrieben, auch ohne Vertrag adhoc geladen werden; dazu wird einfach nur der QR-Code an der Ladesäule mit dem Smartphone gescannt und auf einer mobilen Webseite gezahlt (auch dies funktioniert aktuell noch nicht, soll aber in den kommenden Tagen dann laufen).

Und noch eine Besonderheit bieten die neuen Ladesäulen, denn an diesen kann auch mit NFC-fähiger EC-Karte gezahlt werden, das Verfahren nennt sich Giro-e und ermöglicht, die Nutzung auch ganz ohne Smartphone. Einfach die EC-Karte an das Kontaktsymbol an der Ladestation halten und kurz warten. Anschließend erscheint im Display der angebotene Ladetarif und der Hinweis, diesen mit erneutem Anhalten der Karte zu bestätigen – fertig. Einfacher geht es nicht.

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Sollte eine Ladestation einmal besetzt oder aus anderen Gründen nicht nutzbar sein, ist die nächste Ladesäule nicht weit entfernt. Auf der Rückseite finden Nutzer*innen eine Übersicht der weiteren Lademöglichkeiten in Kleinmachnow sowie die Hotline-Nummern.

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Also alles richtig gemacht? Ja, fehlt nur noch die Schnellladestation am Rathaus Kleinmachnow. Spätestens dann steht die Elektromobilität wirklich allen offen, auch wenn man nicht zuhause laden kann, z.B. als Mieter.

 

 

 

Elektromobilität in Kleinmachnow

Los geht´s: Kleinmachnow erhält bis Ende September sieben öffentlich nutzbare Ladestationen für Elektrofahrzeuge. An allen Ladestationen werden zwei Anschlüsse (Typ2-Anschluss) mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kW entstehen. Nutzbar sind die Ladestationen, die von der EMB Mark Brandenburg betrieben mit 100% Ökostrom versorgt werden, mit den Ladekarten aus dem Verbund Ladenetz sowie adhoc ohne Vertrag. Mehr zu den geplanten Ladestationen auch in unserem Beitrag dazu.

Wir werden weiter davon berichten.

Mehr zum Thema Elektromobilität in der Region Berlin-Brandenburg auf auf www.igembb.de, auf Twitter und YouTube (@igembb).

Neue Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Kleinmachnow

Kleinmachnow erweitert massiv die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Nachdem am Rathaus Kleinmachnow (Adolf-Grimme-Ring 10) und am Hauptsitz der gewog (Rodelberg 48) bereits seit mehreren Jahren öffentlich nutzbare Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen, werden diese nun bis Ende September 2019 um weitere 7 Ladepunkte ergänzt: im Bereich des Rathauses und des Rathausmarktplatzes, am August-Bebel-Platz, Thomas-Müntzer-Damm/Zehlendorfer Damm, am Parkplatz Rammrathbrücke (Freibad Kleinmachnow), im Bereich des Stolper Weges und am Adam-Kuckhoff-Platz

In einem weiteren Schritt soll am Rathaus Kleinmachnow eine Schnellladestation mit Gleichstromanschlüssen (DC) errichtet werden, an der E-Fahrzeuge in wenigen Minuten große Mengen Strom laden können. Diese ergänzt die dann bestehenden Wechselstrom-Ladestationen (AC) und richtet sich vor allem an Gäste, Besucher*innen des Rathauses, des Marktplatzes, an Mieter*innen und Wohnungseigentümer*innen ohne eigene Lademöglichkeit und an Reisende auf der A9, die kurz vor oder nach Berlin einen Ladehalt in angenehmer Atmosphäre einlegen möchten. Auch werden Flottenfahrzeuge, z.B. von Pflegediensten, und kommunale Fahrzeuge an der Schnellladestation schnell mit Strom geladen. Die Versorgung erfolgt an allen Ladestationen mit 100% Grünstrom.

Eine weitere Schnellladestation könnte am Europarc Dreilinden entstehen, diese dann jedoch in rein privater Hand. Verschiedene Anbieter wurden bereits darauf angesprochen.

Nach unseren Informationen soll auch eine Schnellladestation am Porschezentrum im Europarc-Dreilinden entstehen. Ob und wann diese installiert wird, können wir leider zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Fördermittel wurden jedoch beantragt.